Schleuse „Neue Mühle“ - Landespersonal zur Sicherung der Betriebsöffnungszeiten einsetzen

Schleuse „Neue Mühle“ - Landespersonal zur Sicherung der Betriebsöffnungszeiten einsetzen
Schleusen haben tourismuspolitische Bedeutung – Landespersonal schnell qualifizieren - CDU-Bundestagsabgeordnete appellieren an Landesregierung

Zur Reduzierung der Schleusenöffnungszeiten in Brandenburg erklären die CDU-Bundestagsabgeordnete für Dahme-Spreewald, Jana Schimke, sowie der Bundestagsabgeordnete für Uckermark und Barnim, Jens Koeppen:
Langfristig für den Tourismus attraktive Öffnungszeiten unserer Schleusen werden wir nur mit zusätzlichem Einsatz von Landespersonal sicherstellen können. Der Bund setzt beim Einsatz des knappen Personals seine Prioritäten bekanntermaßen klar bei attraktiven Öffnungszeiten für die Güterschifffahrt. Darauf muss das Land im Interesse des Tourismus reagieren und eigenes Personal schnell qualifizieren und für die Sicherung des Mehrschichtbetriebs von Schleusen einsetzen.

Diese Forderung wurde in einem Schreiben von uns an den Wirtschaftsminister und die Verkehrsministerin des Landes Brandenburg unterstrichen.

Jana Schimke: „Mit der Personalknappheit an den Schleusen kämpfen wir seit mehr als 5 Jahren. Auch 2010 kam es zu reduzierten Öffnungszeiten. Viele unserer Schleusen in Brandenburg haben weniger Bedeutung für den Güterverkehr, als für den Tourismus im Land. Gerade der Schleuse „Neue Mühle“ als Knotenpunkt für den Tourismusverkehr zwischen Berlin und der Spreewaldregion kommt eine besondere Bedeutung zu. Die Region lebt vom Wassertourismus und attraktive Öffnungszeiten beim Schleusenbetrieb, auch in den Abendstunden, sind unumgänglich. Die typischen gegenseitigen Schuldzuweisungen sind deshalb fehl am Platz. Ich freue mich, dass es seitens der Landesregierung nun auch endlich Überlegungen gibt, Landespersonal zur Sicherung attraktiver Öffnungszeiten von Schleusen einzusetzen. Das ist folgerichtig und dringend notwendig.“

Jens Koeppen ergänzte: „Das Land muss seine Weiterbildungsinitiative schnell voranbringen, damit die Saison nicht verloren geht. Langfristig muss mit dem Bund auch über innovative Betreibermodelle oder Eigentümerwechsel bei Wasserstraßen mit reiner tourismuspolitischer Bedeutung verhandelt werden. Beim Finowkanal sind wir auf dem richtigen Weg. Bessere Unterstützung durch die Landesregierung für wassertouristische Projekte, die Unterstützung von kommunalen Initiativen und die Bereitstellung von EU-Fördermitteln seitens des Landes, würden helfen, den Wassertourismus voranzubringen. Hier haben wir noch viel ungenutztes Potential.“

Hintergrund:

Erst kürzlich teilte das Wasser- und Schifffahrtsamt mit, dass die Betriebszeiten der Schleuse „Neue Mühle“ eingeschränkt werden. Für die Bootstouristen bedeuten die Einschränkungen vor allem lange Wartezeiten und Staus vor der Schleuse, die als wichtigstes Bindeglied zwischen Berliner und Brandenburger Wasserstraßen gilt. Dadurch werden erhebliche wirtschaftliche Einbußen für die regionalen Unternehmen und den Tourismusbetrieb befürchtet.