Politische Gespräche am ungewöhnlichen Ort

Politische Gespräche am ungewöhnlichen Ort
CDU-Empfang im Autohaus


ZEESEN - Eine Parteiveranstaltung im Autohaus – das gab es in der Region noch nie. Die CDU Dahme-Spreewald wählte für ihren alljährlichen Schwarzbier-Empfang erstmals diesen ungewöhnlichen Ort. Die politischen Gespräche wurden zwischen Ford-Modellen im Zeesener Autohaus Barkowsky geführt.

„Wir wollen raus aus den Hinterzimmern. Politik ist eine öffentliche Sache“, sagte Kreisvorsitzender Carsten Saß. Das Zeesener Autohaus hatte am schnellsten auf Anfragen der CDU in der Region reagiert und bekam den Zuschlag. Auf der Veranstaltung am Freitagabend läutete die Union den Bundestagswahlkampf ein. Die Direktkandidatin im hiesigen Wahlkreis, Jana Schimke, stellte sich vor. Bildungsthemen werden ein Schwerpunkt ihrer Kampagne sein, kündigte sie an. Carsten Saß rief die Mitglieder dazu auf, „selbstbewusst und optimistisch“ ins Wahljahr zu gehen: „Die CDU-geführte Bundesregierung ist die erfolgreichste Koalition seit der Wiedervereinigung.“ Mit Attacken gegen die politische Konkurrenz hielt er sich zurück, bis auf eine kleine Spitze gegen die SPD-Direktkandidatin Tina Fischer. Sie stelle Forderungen auf, die sie als Staatssekretärin und Mitglied der Landesregierung selbst erfüllen könne.

Lob für den Veranstaltungsort gab es von Besuchern. „Genial. Ich hoffe, das macht Schule“, meinte Unternehmer Hans-Heinz Müller, Chef der Firma Eldat im benachbarten Gewerbepark. „Hervorragend“ fand FDP-Mann Knut-Michael Wichalski aus Zeuthen den Ort. Gastgeberin Petra Müller, eine von drei Geschäftsführern des Autohauses, freute sich über die gelungene Premiere. „Auch für uns ist das mal etwas ganz anderes. Und natürlich ist es eine gute Gelegenheit, unsere Fahrzeuge vorzustellen.“

Direktkandidatin Jana Schimke, die bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände in Berlin arbeitet, war an dem Abend eine gefragte Gesprächspartnerin, vor allem für Unternehmer aus der Region. Ein Fazit für sie: „Die Ausbildung ist für die Mittelständler ein massives Problem, darum müssen wir uns kümmern.“ CDU-Promi Sabine Bergmann-Pohl aus Zeuthen gab ihr mit auf den Weg: „Sie muss nicht nur vor der Wahl im Wahlkreis präsent, sondern kontinuierlich vor Ort sein.“

Neben Schwarzbier gab es beim Empfang eine köstliche selbst gemachte Erbsensuppe mit Würstchen aus der Gulaschkanone. Die Königs-Wusterhausenerin Sabine von Platen hat sie mit einigen Mitstreiterinnen aus dem CDU-Vorstand gekocht. (paw)

Quelle: MAZ/Pawlowski