Aktiv und selbstbestimmt: Einstieg in Seniorenwoche gefeiert

Aktiv und selbstbestimmt: Einstieg in Seniorenwoche gefeiert
Festveranstaltung und Würdigung in Niewitz

NIEWITZ Die Festveranstaltung der 21. Brandenburgischen Seniorenwoche im Landkreis Dahme-Spreewald hat am Samstag im "Spreewald Parkhotel" in Niewitz (Unterspreewald) stattgefunden.
Sechs Senioren wurden mit der Ehrenurkunde "Eine Rose für" geehrt. Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge (SPD) machte während der Festveranstaltung deutlich: "Senioren sind als Mitgestalter der Gesellschaft gefragt. Sie kümmern sich um das Wohl anderer Menschen, engagieren sich sozial." Sechs verdienstvolle Frauen und Männer zeichnete er mit einer Ehrenurkunde aus. Vier von ihnen leben im Süden des Landkreises.

Georg Graf (78) aus Schönwalde (Unterspreewald) wurde für seine vielseitige ehrenamtliche Arbeit, insbesondere im Kreisseniorenbeirat geehrt. Seine übergreifenden Kontakte auf Kommunal- und Landesebene machen ihn zu einer starken und geachteten Persönlichkeit, so Loge.
Erika Kirschke (71), Vorsitzende des Seniorenbeirats in Leibsch (Unterspreewald), kümmere sich seit fast 20 Jahren um ältere Bürger in ihrem Wohnort. Irma Paulsen (73) aus Lübben arbeite seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich in der Volkssolidarität Bürgerhilfe in Lübben, ist dort Vorstandsmitglied, gilt als gewissenhaft, verlässlich und engagiert.

Melitta Büttner (70) aus Luckau engagiere sich seit Jahren für die Seniorenarbeit in der Stadt Luckau und im Landkreis, begründete Loge weiter. Sie verstehe es durch ihre gewinnende Art, anderen Menschen Freude an ehrenamtlicher Tätigkeit zu vermitteln. Geehrt wurden auch Irmgard Küfner (85) aus Königs Wusterhausen und Karin Schimrigk aus Wildau. Die sechs Geehrten machen ihre Heimat liebens- und lebenswerter, wie Stephan Loge sagte: "Ehrenamtliche Tätigkeit ist keine Modeerscheinung, sondern ein Dauerbrenner." Für Bundestagsabgeordnete Jana Schimke (CDU) repräsentieren Senioren "die Mitte unserer Gesellschaft. Wir erkennen deren Lebensleistungen an".

Sieglinde Heppener (SPD), Vorsitzende des Seniorenbeirats des Landes Brandenburg, machte klar: "Uns Alten macht niemand etwas vor." Ihr Rat an die reifere Generation: "Haltet Euch fit und mischt Euch ein."

Wolfgang Grunert aus Groß Köris macht das seit vielen Jahren. Er ist seit 2006 der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats. Der Landrat würdigte dessen Engagement: "Ich kann mir keine Arbeit ohne ihn und den Seniorenbeirat vorstellen." Der Kreisvorsitzende wiederum dankte allen Senioren, "die anderen älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen".

Er spielte damit auf das Motto der 21. Brandenburgischen Seniorenwoche an: "Seniorinnen und Senioren im Land Brandenburg – aktiv, selbstbestimmt, solidarisch." Die Festveranstaltung ist der jährliche Höhepunkt der Seniorenarbeit in Dahme-Spreewald. Niewitz war Grunert zufolge zum zweiten Mal Gastgeber.

Für Jens-Hermann Kleine (CDU) ist das Amt Unterspreewald der "richtige Gastgeber, weil es das diesjährige Motto ideal vereint". Unterspreewalds Amtsdirektor verwies auf die Fusion der früheren Ämter Golßener Land und Unterspreewald, die ebenfalls aktiv, selbstbestimmt und solidarisch durchgeführt worden sei. Kleine würdigte zudem die zahlreichen Seniorenbeiräte: "Sie helfen, dass Menschen nicht vereinsamen."

Für den Landrat wird im Unterspreewald eine "unvergleichbare Seniorenarbeit geleistet". Georg Graf sei für ihn nicht nur das Sinnbild der Seniorenarbeit im Amt Unterspreewald, sondern im gesamten Landkreis Dahme-Spreewald, so Loge.

Ein attraktives Programm wertete die Festveranstaltung auf. Der Männergesangverein Golßen, der Gemeindechor Rietzneuendorf, Manuel Meier aus Sellendorf mit seiner steierischen Harmonika und das Showballett des Golßener Carneval Club (GCC) sorgten für Unterhaltung.

Quelle: Lausitzer Rundschau (Andreas Staindl)