Klima-Projekt aus Großbeeren erhält Millionenförderung

Das Großbeerener Modellprojekt zur Begrünung von Gebäuden erhält eine großzügige finanzielle Förderung vom Bund. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss am Mittwoch die Förderung des Vorhabens in Höhe von 1.525.863 Euro. Hier geht es zunächst um die Schaffung der fachlichen Voraussetzungen durch Aus- und Weiterbildungen unter dem Dach eines Kompetenzzentrums zur Bauwerksbegrünung. 

Dazu stellt die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke fest: „Wirtschaft lebt vom Fortschritt. Bei meiner täglichen Arbeit beobachte ich, wie innovativ Unternehmen auf die Trends dieser Zeit reagieren. Natürlich verändern sich damit auch Berufsbilder, und Mitarbeiter müssen weiterqualifiziert werden. Gleichzeitig erhöht sich die Attraktivität dieser Berufe für junge Menschen, die schon in ihrer Ausbildung lernen, mit ihrer Arbeit einen Beitrag für Innovation und Klimaschutz zu leisten.“

Ziel des Projektes ist die Schaffung eines Kompetenzzentrums zur Aus- und Fortbildung im Bereich der Bauwerksbegrünung. Hier sollen Aus- und Weiterbildungen sowohl für Fachpersonal als auch für Quereinsteiger angeboten werden. Auch die Einbindung der Dach- und Fassadenbegrünung in die überbetriebliche Ausbildung ist ein Ziel der Projektpartner. Die Gesamtkosten werden auf rund 1,7 Millionen Euro geschätzt, wovon der Bund nun 90 Prozent übernehmen wird.

Zum Hintergrund:

Bis zum Jahr 2030 soll in Deutschland eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von mindestens 55 Prozent und bis 2050 eine weitgehende Treibhausgasneutralität erreicht werden. Dies gelingt nur durch Beiträge aus allen Lebensbereichen. Die Stadtentwicklung bietet mit dem Konzept der Bauwerksbegrünung die Möglichkeit, mittels zusätzlicher Grünflächen auf Dächern die Luftqualität zu verbessern und zur Biodiversität beizutragen. 

Das Projekt „Bauwerksbegrünung als Teil der zukunftsfähigen urbanen Stadtgestaltung“ möchte mit der Schaffung eines Kompetenzzentrums zur Aus- und Weiterbildung zur Erreichung dieses Ziels beitragen. An dem Projekt beteiligen sich neben der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik e.V. aus Großbeeren auch der Bundesverband GebäudeGrün e.V. sowie der Fachverband Garten-Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V. 

Das nun vom Deutschen Bundestag zur Verfügung gestellte Geld stammt aus dem Sonderprogramm „Modellprojekte zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“.