Erhalt der Oberschulen ist wichtiges Element der Bildungsvielfalt

Am Dienstag, den 8. Oktober, traf Jana Schimke den Schulleiter der Oberschule Trebbin, Bernd Schill. Dieser hatte sich trotz der Ferienzeit auf den Weg in die Schule gemacht, um mit der Bundestagsabgeordneten über die örtlichen Sorgen und Nöte zu sprechen.

Im Zuge der Bevölkerungsentwicklung im Berliner Umland beschäftigt man sich zurzeit mit der Idee eine neue Gesamtschule in Ludwigsfelde zu eröffnen. Eine berechtigte Sorge dabei ist, die Schule könne der Oberschule in Trebbin Schüler abgreifen. Mit nur 165 Schülern zählt der Standort Trebbin schon jetzt zu den eher kleinen weiterführenden Schulen. Der Trend, dass immer mehr Schüler ein Abitur anstreben führe dazu, dass viele Familien eine Gesamtschule gegenüber einer Oberschule bevorzugen.

Jana Schimke findet dies schade, denn ein Abitur sei nicht alles worauf es im Leben ankommt. „Die allgemeine Hochschulreife dient als Qualifikation für Studenten. Eine Gesellschaft wird jedoch nicht nur von Akademikern, sondern vor allem durch ausgebildete Fachkräfte, wie Handwerkern, getragen. Für diese Berufe braucht man kein Abitur und doch scheint es schwierig zu sein, Nachwuchs zu finden“, merkt Jana Schimke an. Zudem sei auch auf der Oberschule nach der zehnten Klasse ein Übergang auf eine Gesamtschule oder ein berufliches Gymnasium möglich, um dort das Abitur zu erwerben.