Bund bereitet Digitalisierung an Schulen vor - Schimke: Schulen können bereits jetzt Vorbereitungen treffen

Eine bessere digitale Ausstattung der Schulen zählt zu den wichtigsten Vorhaben der Bundesregierung. Der Bund handelt derzeit mit den Ländern die Förderkriterien aus, die Schulen erfüllen müssen, um finanzielle Mittel zu erhalten. Antragsteller soll dabei der Träger der Schule, also die Kommune oder der Kreis, sein. Nach Aussagen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) können Schulen schon jetzt erste Vorbereitungen treffen. 

Die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke regt an, sich rechtzeitig auf die Antragstellung vorzubereiten: „Die Schulen können schon jetzt ein Medienentwicklungskonzept entwerfen, das sie später für die Antragstellung benötigen. Dieses soll die Fragen beantworten, wie sie die neue Technik im Schulalltag einbetten wollen und welche digitalen Kompetenzen wie vermittelt werden können. Weiterhin soll im Konzept dargelegt werden, wie das Lehrpersonal fortgebildet und die Technik bei der Umsetzung des Lehrplans integriert werden soll“. 

Schimke kritisierte erst kürzlich das Fehlen einer landesweiten Digitalstrategie für Schulen in Brandenburg: „An unseren Schulen gibt es einen erheblichen Modernisierungsbedarf. Von einheitlichen Standards sind wir weit entfernt. Digitale Lernprojekte finden punktuell im Berlinnahen Raum statt und beruhen auf privatem Engagement und Sponsoring durch ansässige Unternehmen. Mit dem Digitalpakt stellt der Bund nun die nötigen Mittel für alle Schulen bereit“.

 

Hintergrund:

Mit dem Digitalpakt Schule wollen Bund und Länder die Schüler auf das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorzubereiten und zugleich das Lernen in der Schule verbessern und modernisieren. Der Bund stellt hierfür ab 2019 über fünf Jahre fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Sobald der „Digitalpakt Schule“ von Bund und Ländern vereinbart ist, geben die Länder den Startschuss für eine Beantragung.