Verzweifelte Einzelhändler hoffen auf Öffnungen

Im Schuhhaus Salmann hofft Inhaber Stefan Staedtler auf baldige Öffnungen. Die derzeitig geltenden Regelungen, nachdem Kunden nur mit einem Negativtest in den Laden dürfen, helfen ihm kaum über die Krise. Im Gespräch mit Jana Schimke berichtet er gemeinsam mit seiner Frau über die Einbußen und Schwierigkeiten in seinen insgesamt vier Geschäften in Luckenwalde, Cottbus, Jüterbog und Brandenburg.

„Die Situation der kleinen Läden in den Innenstädten ist mittlerweile mehr als dramatisch. Vielen Kunden ist der Aufwand mit den Selbsttest zu groß, die Händler sind unsicher wie sie die Regelungen umsetzen sollen und werden vielfach mit ihren Sorgen allein gelassen. Die Politik hat hier Hürden geschaffen, die für Kunden und Einzelhändler schwer umzusetzen sind. Eine Perspektive für den Einzelhandel fehlt weiter“, kritisiert Schimke.

Ein weiteres Problem sei der zunehmende Fokus auf den Onlinehandel. Zwar könne damit der Verkauf weitergehen, die Kooperation mit den führenden Onlinehändlern sei aber finanziell oftmals ein Minusgeschäft, so Stefan Staedtler. Neben den Gebühren, um die Produkte verkaufen zu können schmälern vor allem die Retourenkosten die Gewinne. Hier wäre eine  mögliche Steuer hilfreich.