Verlegung von Stolpersteinen in Luckenwalde

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.“

Dieses Zitat stammt vom Künstler Gunter Demnig. Er fertigt Stolpersteine an, um jenen Menschen zu gedenken, die dem Nationalsozialismus zum Opfer gefallen sind.

Am vergangenen Donnerstag durfte Jana Schimke in Luckenwalde einer Verlegung eines solchen Stolpersteins beiwohnen. In ihrer Rede betonte sie die Wichtigkeit des Gedenkens an jene Opfer. Denn so wird den Bürgern der Stadt Luckenwalde vor Augen gehalten, dass jene Opfer nicht nur Opfer waren, sondern, dass sie einen Namen hatten und direkt in ihrer Nachbarschaft wohnten.

Weiterhin soll so eine Gedenkveranstaltung präventiv genutzt werden, um aufzurütteln gegen Hass und Rassismus, welche sich auch heute noch in unserem Land vorfinden lassen, vorzugehen. 

Die verstorbenen Juden waren Herr David Schuster und das Ehepaar Ernst und Marie Arndt. Ihre Biografien sind teilweise bekannt und nachzulesen unter: https://www.luckenwalde.de/Stadt/Geschichte/Stolpersteine/index.php?object=tx%7C2625.463.1&NavID=2625.14&La=1 . Dort sind ebenfalls alle Stolpersteine, die bisher in der Stadt Luckenwalde verlegt wurden aufgeführt.

Durch einen Mitarbeiter des Bauhofs wurden die drei Stolpersteine am Donnertag, den 24.09.2020 in den Bürgersteig eingesetzt. Die Namen und Schicksale der Juden wurden durch den Pfarrer Detlev Riemer rekonstruiert und vorgetragen. Durch die Verlegung der Stolpersteine macht er sie unvergessen.

Es war eine sehr denkwürdige Veranstaltung, die einen daran erinnert, wie wichtig die Vergangenheit ist, um die Zukunft zu verstehen und besser zu machen.