Gewinde statt Gesetze

Bundestagsabgeordnete absolviert Praktikum bei Schaeffler

Für beide Seiten war es eine Premiere, das betonten die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke und Ernst Nachtsheim, Leiter des Schaeffler Standortes in Luckenwalde. Zum ersten Mal organisierte der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Abgeordnetenpraktikum in den neuen Bundesländern. Vom 9. bis 10. August 2016 tauschte die Bundestagsabgeordnete ihr Büro gegen die Werkshalle und tauchte ein in die Welt eines Automobilzulieferers. Jana Schimke durchlief an diesen zwei Tagen alle Abteilungen des Unternehmens und bekam einen umfassenden Einblick.

Im Vordergrund standen dabei sowohl praktische Tätigkeiten, als auch die Arbeit im kaufmännischen Bereich. „Als Politiker hat man selten die Gelegenheit, so tief in die Unternehmenspraxis einzusteigen. Eine besondere Erfahrung war es zweifelsohne zu beobachten, wie das Zusammenspiel aller Abteilungen und Führungsebenen funktioniert. Das klappt nur durch Teamarbeit", so Schimke.

Auch ein Abstecher im Ausbildungszentrum des Schaeffler-Werkes stand auf der Tagesordnung. Obwohl die Produktion bei Schaeffler mittels hochmoderner Maschinen erfolgt, lernen die Azubis auch den Umgang mit der Werkbank. Jana Schimke erhielt die Aufgabe, ein Gewinde per Hand zu drehen sowie eine Luftdruck-Schaltung zusammenzubauen. „Den Auszubildenden stehen bei Schaeffler alle Türen offen. Sie erlernen hier Berufe, die ihnen ein perspektivenreiches Erwerbsleben ermöglichen. Durch eine ordentliche Portion Neugier, Motivation und Teamgeist bringen sie dafür die besten

Voraussetzungen mit. Über den hohen Frauenanteil auch in technischen Ausbildungsberufen habe ich mich besonders gefreut. Luckenwalde hat sich hier ein Stück Tradition bewahrt", resümiert die Abgeordnete.

Am Ende des zweitägigen Praktikums sagt die Bundestagsabgeordnete: „Das Praktikum bei Schaeffler war eine großartige Erfahrung. Ich habe viel gelernt. Die Mitarbeiter stehen hinter Schaeffler und dem, was sie tun. Sie profitieren dabei auch von den tarifvertraglichen Regelungen der Metall- und Elektroindustrie, die neben dem Gehalt auch die betriebliche Altersvorsorge und Arbeitsbedingungen regeln.“ Für die Arbeit im Bundestag gelte es nun, die gesammelten Eindrücke mitzunehmen. „Unsere Wirtschaft benötigt Rahmenbedingungen, die Innovation und Fortschritt anregen und nicht