Keine Unterstützung für digitale Projekte an Schulen - Jana Schimke hospitiert am Kopernikus-Gymnasium in Blankenfelde

Kürzlich hospitierte die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke im Kopernikus-Gymnasium in Blankenfelde. Sie informierte sich dabei über "Emoree", einem Onlinemodul zur Verbesserung der Lesekompetenz bei Schülern. Inzwischen stößt das Programm auf immer mehr Interesse an den Schulen, weil es die Lesekompetenz um bis zu 70% erhöht. Das Brandenburger Bildungsministerium lehnt eine finanzielle Förderung jedoch ab.

„Ich stelle mit Sorge fest, dass die Bildungsministerin keine Vorstellung von der Digitalisierung an unseren Schulen hat. Erfindungen wie „Emoree“ werden in Schulkonferenzen als kommerziell abgetan und stattdessen auf die Finanzierung durch die Kreise und Kommunen verwiesen. Die Schulen werden hier mit der Mammutaufgabe der Digitalisierung allein gelassen und gute Ideen im Keim erstickt", so Jana Schimke bei ihrem Besuch.

Weiterhin informierte Schimke über den Digitalpakt der Bundesregierung. Mit insgesamt 5 Mrd. Euro sollen in Schulen künftig die digitale Ausstattung und Vernetzung flächendeckend verbessert werden. „Der Bund bringt sich hier intensiv in eine originäre Landesaufgabe ein. Umso bedauerlicher ist es, dass sich die Vorschläge der Ministerin in Brandenburg bisher auf die Nutzung privater Smartphones im Unterricht beschränken. Ungeachtet der finanziellen Situation in den Familien und der Vielzahl am Markt existierender Geräte ist dieser Vorschlag grundsätzlich unbrauchbar. Ein Handy ist kein geeignetes Arbeitsmittel, mit dem man zum Beispiel längere Texte lesen, schreiben oder bearbeiten könnte. Das sollte eine Bildungsministerin wissen“, so Jana Schimke abschließend.

Zum Hintergrund:

Die Emoree Learning Hub GmbH ist ein Start-Up aus Wildau mit Sitz an der TH Wildau. Ziel des Unternehmens ist es, die Lese- und Merkfähigkeit von Schülern aller Altersklassen mittels Onlinemodulen und interaktiven Lernklassen signifikant zu verbessern. Die Lernsoftware „Emoree“ wird derzeit an dem Kopernikus-Gymnasium im Rahmen eines Projektes erprobt.