Mittelstandspolitik in Zeiten der Digitalisierung

Die Bundestagsabgeordnete Jana Schimke referierte kürzlich auf der diesjährigen MIT:FUTURA zum Thema Arbeit 4.0 und der Frage, welche politische Weichenstellungen jetzt für die Zukunft erforderlich sind. Die MIT:FUTURA stand in diesem Jahr unter dem Motto „Transformation-Interaction“ und zeigte auf, wie Unternehmen mit dem digitalen Wandel umgehen. Mit Jana Schimke diskutierten unter anderem die Unternehmensgründerin, Dr. Kathrin Weiß (Tausendkind), die Personalchefin von Spreadshirt, Theresa Kretzschmar, sowie der Leiter der Personalabteilung von IBM-Deutschland, Nils Hullen.

Die Unternehmen forderten während der Diskussion v.a. eine größere Flexibilität bei der Arbeitszeit. Als Leiterin der MIT-Kommission Arbeit & Soziales stimmte Jana Schimke den Unternehmern zu. Wichtig sei hierbei, dass das gegenwärtige System von einer täglichen- hin zu einer Wochenhöchstarbeitszeit entwickelt wird. Diese Flexibilität wird von den Unternehmen bereits seit langem gefordert. Weiterhin muss es ein neues Verständnis von der Weiterbildung im beruflichen Alltag geben. Dazu wird künftig auch die Weiterqualifizierung zu einem festen Berufsbestandteil gehören.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde hatten die anwesenden Teilnehmer die Möglichkeit, mit Jana Schimke ins Gespräch zu kommen. Kritisch wurden zunehmende Bürokratisierungen durch den Gesetzgeber durch das Publikum dargestellt. Jana Schimke stellte dar, dass nicht zwingend jede politische Herausforderung auch durch ein Gesetz gelöst werden müsse. Während der MIT:Futura wurde vor allem der Wunsch nach mehr Flexibilität und weniger Regulierung deutlich.

Hintergrund: Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU hat rund 25.000 Mitglieder und ist damit der stärkste parteipolitische Wirtschaftsverband Deutschlands. Die MIT:FUTURA findet jährlich statt und beleuchtet Zukunftsfragen für Unternehmen.